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Die Daten sind offen, was nun?

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Wir haben uns angeschaut, wie man Regierungsdaten technisch und juristisch öffnet. Als nächstes sollten wir Menschen ermuntern, diese Daten auch zu nutzen.

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Frage wie die weiternutzung von Daten verbessert werden kann.

Tu gutes und rede darüber!

Als erstes sollten sie ihr :term:’Open Data’ Projekt in ihrem Verantwortungsbereich bekannt machen.

Wenn Sie mehrere Datensätze geöffnet haben sollten Sie darüber nachdenken dies auch entsprechend bekannt zu machen.

Zusätzlich zu Pressemitteilungen, Bekanntmachung auf der Website und so weiter könnte Sie das folgende tun:

  • kontaktieren Sie relevante Organisationen aus dem Open Data Bereich
  • Kontaktieren Sie relevante Mailinglisten oder Soziale Netzwerke
  • Community-Management ist wichtig -

Versuchen Sie, ihre Zielgruppe zu verstehen

Kontaktieren Sie also relevante Zielgruppen.

Digitale Communites sind in der Regel bereit, Informationen auszutauschen. Sie werden in der Regel kurze, klare Emails langen und umständlichen vor. Machen Sie sich auf konkrete Nachfragen gefasst und antworten Sie ernsthaft darauf.

Viele Menschen aus der Tech-Community benutzen nicht Windows oder Word - darauf sollten sie bei der Veröffentlichung achten.

  • Wenn Sie z.B. Word-Dokumente verwenden, werden Nutzer die diese Anzeigen wollen verschobene Absätze und ähnliches sehen.
  • Damit zeigen Sie, dass Sie aktiv auf die Community zugehen und bereit sind, ernstgemeintes Feedback aufzunehmen.

Post your material on third-party sites

Viele Blogs haben eine große Reichweite bei bestimmten Themen. Versuchen Sie, einen Artikel über Ihre Initiative dort zu platzieren.

Machen Sie ihre Kommunikation ‘social media freundlich’

Auch wenn es unrealistisch erscheinen mag, dass Beamte viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen werden gibt es ein paar kurze Tipps die beachtet werden sollten.

  • Provide unique pages for each piece of content

Soziale Netzwerke eignen sich besonders für die Einladung zu veranstaltungen, da interessierte Menschen häufig Freunde und Bekannte einladen.

  • Avoid making people download your press releases

Pressemitteilungen sind in Ordnung und Notwendig. Aber in Zeiten des Internets sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur ein PDF auf die Website gestellt wird.

Machen Sie deutlich, dass andere Personen und Organisationen eingeladen sind, ihre Informationen weiterzuverbreiten. Dies zeigt, dass Sie ‘offenheit’ verstanden haben und wird großen Eindruck machen.

Soziale Medien

Versuchen Sie nicht, ihren Content mit aller Macht selbst in sozialen Netzwerken zu promoten. Achten Sie darauf, dass ihre Inhalte leicht auffindbar und gut zu verlinken sind und sprechen Sie relevante Zielgruppen an.

  • Discussion fora

Twitter ist eine der interessantesten Plattformen schnell weiterzuverbreiten. Alles mit dem #opendata wird schnell von vielen tausend Menschen wahrgenommen.

Bei LinkedIn, Xing un Co. gibt es größere Gruppen, die sich mit offenen Daten beschäftigen.

Facebook hat zwar insgesamt eine größere Reichweite, kann aber die verschiedenen Tech-Communites nicht so gut erreichen wie Twitter.

  • Link aggregators

Stelle deinen Content relevanten Nachrichtenquellen für Nerds bereit.

Solche Seiten und Gruppen sind ein guter Weg, um interessante Inhalte bekannt zu machen.

Bringt Menschen zusammen: Unkonferenzen, Meetups und Barcamps

Real-Life Events können dazu beitragen eine starke und aktive Community zu schaffen die Daten effektiv und kreativ nutzt. Gründe für solche Veranstaltungen:

  • Mehr über potenzielle Nutzer herausfinden
  • Mehr über interessante Datensätze erfahren
  • Herausfinden wie Menschen Daten nutzen wollen und können
  • Menschen zeigen welche Daten existieren und wie sie genutzt werden können
  • Menschen zusammenbringen, damit sie zusammen arbeiten können
  • Deine Datensammlung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen

Es gibt viele Arten von Veranstaltungen, um offene Daten zu fördern. Hackdays sind ein innovatives Format um neue NUtzungsmöglichkeiten für Daten zu finden. Auf Barcamps kann gut auf individuelle Sorgen und Fragen von Verwaltungsmitarbeitern eingegangen werden.

  • Die Agenda für das Treffen bestimmen
  • Eine Vorstellungsrunde, damit jeder einen Überblick hat was andere gerade tun oder vorhaben
  • Lightning Talks durchführen, um interessante Ideen zu präsentieren
  • Interessante Sessions abstimmen und durchführen

Um eine solche Veranstaltung durchzuführen wenden Sie sich am besten an ihre lokale Community. Diese hat oft gute Erfahrungen mit der Organisation und Durchführung solcher Events gemacht.

Mach was! Hackdays, Preise und Prototypen

Für Hackdays werden bestimmte Datensätze von den Teilnehmern bearbeitet, genutzt oder geremixt um etwas neues entstehen zu lassen. Hackdays finden meistens unter Zeitdruck statt und können zwischen 24 Stunden und einer Woche dauern. In dieser Zeit sollen (prototypen von) Applikationen oder Websites entstehen, die die verwendeten Daten kreativ aufbereiten und einer neuen Nutzung zuführen. Der beste Beitrag wird meistens mit einem Preis prämiert. Examples for Competitions —————————————————————————————————-

Show us a better way war das erste Event dieser Art weltweit. Es wurde von der “The Power of Information Taskforce” der britischen Regierung initiiert und vom Cabinet Office Minister Tom Watson im März 2008 durchgeführt. Die Fragestellung war simpel: “Was würdest du mit öffentlichen Daten tun?”, Programmierer aus aller Welt konnten sich beteiligen und die besten 5 Anwendungen erhielten jeweils £80,000 Preisgeld.

Apps for Democracy war der erste Hackday in den USA und wurde im Oktober 2008 von Vivek Kundra, dem damaligen CTO von Washington DC ausgeschrieben. Kundra entwickelte den wegweisenden Datenkatalog Washingtons (http://data.octo.dc.gov/). Dieser enthielt z.B. echtzeit Kriminalitätsstatistiken, Schultestergebnisse und Armutsindikatoren. Zu dem Zeitpunkt war es der umfrangreichste lokale Datenkatalog der Welt. Aufgabe des Wettbewerbs war es, den Katalog und seine Daten für Bürger, Besucher, Wirtschaft und Regierungsbehörden in DC nutzbar und nützlich zu machen.

Die Lösung war der Apps for Democracy Wettbewerb. Den Teilnehmern wurde es zur Aufgabe gemacht, Daten aus dem neuen Datenkatalog zu nutzen und darauf aufbauend Applilationen zu entwickeln. Es gab viele kleine Preise anstatt einiger großer. Der Wettbewerb dauerte 30 Tage und kostete die Stadt insgesamt 50.000 $. Dafür bekam die Stadt insg. 47 iPhone, Facebook und andere Web-Applikationen die zusammen einen Schätzwert von 2.600.000$ für die lokale Wirtschaft hatten.

Im November 2011 wurde der Apps 4 Deutschland Wettbewerb gestartet und ist damit der erste solche Wettbewerb auf Bundesebene. Schirmherr ist der Bundesminister des Innern, der auf der CeBit 2012 auch die Preise vergeben wird. Vorausgegangen waren mehrere Wettbewerbe auf kommunaler und Länder Ebene.

Nettskap 2.0 Im April 2010 veranstaltete die norwegische Regierung den “Nettskap 2.0” Wettbewerb. Norwegische Entwickler - Firmen, öffentliche Verwaltung aber auch Einzelpersonen - waren aufgerufen web-basierte Projekte oder Ideen im Bereich Service-Entwicklung, effizientere Arbeitsprozesse und bessere demokratische Partizipation zu entwickeln und vorzustellen. Dazu sollten, wo sinnvoll, Regierungsdaten verwendet werden. Schon vor dem offiziellen Wettbewerbsende zeigte sich Minister Rugmor Aasrud begeistert. 137 Anwendungen wurden eingereicht, 90 davon verwendeten öffentliche Daten. Insgesamt wurden 2,5 millionen NOK an die Gewinner ausgeschüttet.

Mashup Australia Die australische ‘Regierung 2.0’ Taskforce lud die Bürger des Landes ein zu demonstrieren, warum offener Zugang zu Regierungsdaten ein Mehrwert für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Australiens ist. Insgesamt wurden 82 Anwendungen eingereicht.

Konferenzen, Barcamps, Hackdays

Um den Wert offener Daten aufzuzeigen sollten zivil-gesellschaftliche Organisationen vor allem darauf hinweisen, wie diese Daten sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt unterstützen können. NGOs die sich für eine verbesserte Weiterverwendung von Daten aussprechen haben in vielen Ländern eine wichtige Rolle gespielt um sicherzustellen dass offene Daten sowohl in technischer als auch in juristischer Hinsicht ‘offen’ sind.

Um eigene Open Data Initiativen voranzubringen werden oftmals Veranstaltungen zu offenen Regierungsdaten veranstaltet, sei es als Unkonferenz, Workshop, Hackday oder Barcamp.Solche Veranstaltungen werden oft von oder in Kooperation mit relevanten zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt.